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Mathis 2009, II-P/30


Die kath. Stadtpfarrkirche St. Jakob in Schrobenhausen erhielt eine neue Orgel, deren Disposition durch P. Stefan U. Kling O.Praem., dem Orgelbauberater der Diözese Augsburg, erarbeitet wurde und 30 Register auf zwei Manualen und Pedal umfasst. Mit der architektonischen Gestaltung von Gehäuse und Prospekt wurde der Schrobenhausener Bildhauer Karl-Heinz Torge betraut, der bereits verschiedene Ausstattungsgegenstände für diese Kirche geschaffen hat, dadurch eine hohe Kenntnis der architektonischen Zusammenhänge des Kirchenraumes besitzt und somit prädestiniert war, bei der optischen Gestaltung des Instruments federführend mitzuwirken. Das neue Gehäuse mit seinen aus Stäben speziell gefertigten Schleierbrettern zeigt einen Prospekt, der als zeitgenössische Lösung bezeichnet werden darf, ohne ausgefallenen Modeerscheinungen Rechnung zu tragen. Erste Planungen gingen von einer geschnitzten und farbig gefassten Holzfigur aus, die auf einer Konsole mittig im Prospekt Aufstellung finden sollte. Vielfache Veränderungen und Weitergestaltungen führten dann zur Herstellung eines etwa einen Meter breiten und drei Meter hohen Flachreliefs, das das „Gloria“ - den Lobgesang der Engel aus dem Weihnachtsevangelium - zum Thema hat. Karl-Heinz Torge hat diese Idee meisterhaft künstlerisch ins Bild gebracht, seine Frau Christa Torge hat sie in Holz umgesetzt, wobei zu berücksichtigen war, dass das dem Schwellwerk vorgeblendete Relief aus klanglichen Gründen durchlässig zu schaffen war. Das Kunstwerk besteht aus zwei uneben aufeinander zulaufenden Spiralbögen (die auch als Violinschlüssel interpretiert werden könnten), deren oberer Bogen die Dimension der Ewigkeit Gottes mit Sternen und musizierenden Engeln versinnbildlicht. Ein zweiter Bogen windet sich von unten nach oben und ist Symbol für die irdische Ebene: wie aus einem Stallfenster blicken die Köpfe von Ochs und Esel, jenen Tieren, die zwar im Weihnachtsevangelium nicht genannt werden, nach alter Überlieferung aber an nahezu jeder Krippe ihren Platz gefunden haben. Mitte und Kern der Relieftafel bildet das segnende Christuskind in der Mandorla. Die an der unteren Spitze des Reliefs angebrachte goldene Muschel weist auf das Jakobus-Patrozinium der Stadtpfarrkirche und Pfarrgemeinde hin, beim grossen goldenen Stern am oberen Rand handelt es sich um einen „klingenden“ Cymbelstern.


 

I. Hauptwerk / C - g '''

Bourdon

16’

Principal

8’

Rohrflöte

8’

Gambe

8’

Octave

4’

Spitzflöte

4’

Doublette

       2’

Mixtur 3-4fach

1 1/3’

Trompete

8’

Cornet 3fach               

2 2/3’

 

 

 

 

 

 

II. Schwellwerk / C - g '''

Grossgedackt

8’

Salicional

8’

Vox coelestis

8’

Fugara

4’

Traversflöte

4’

Nasat

2 2/3’

Waldflöte

2’

Terz

1 3/5’

Scharf 4fach

2’

Trompette harm.      

8’

Basson-Hautbois

8’

Clairon

4’

Tremulant

 

Pedal / C - f '

Violonbass

16’

Subbass

16’

Quintbass                 

10 2/3’

Octavbass

8’

Gedecktbass

8’

Choralbass

4’

Posaune

16’

Trompetenbass

8’

SW - HW,

SW - PED, HW - PED.

 

Schwellhebel für den Registranten

 

mechanische
Spiel- und Registertraktur

 

 

 

Foto(s) © Krammer, Schrobenhausen & Günter Lade (Werkstatt)

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