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Mathis 2004, III-P/33


 

Den 100. Geburtstag feierte die Dreifaltigkeitskirche in Adliswil mit dem Bau einer neuen Orgel, die am 13. Juni 2004 festlich geweiht wurde. Orgelberater war P. Ambros Koch OSB aus Einsiedeln: »Beim Zusammenstellen der Disposition wurde nicht der Stil einer früheren Zeitepoche als Vorbild genommen, sondern ganz bewusst das Hauptgewicht auf die Spielbarkeit eines möglichst grossen Spektrums der vielfältigen Orgelliteratur gelegt. Ganz selbstverständlich müssen die barocken Orgelwerke, in denen vor allem die klare Linienführung der einzelnen Stimmen wichtig ist, spielbar sein. Aber auch die Orgelwerke aus der Zeit der Romantik, in der besonders der Reichtum an Klangfarben betont wurde, und die modernen Werke müssen stilgerecht verwirklicht werden können.«

 

Die architektonische Einbindung des neuen Instruments in den neugotischen Kirchenraum lag in den bewährten Händen des Architekten Georg Gisel aus Zürich: »Ähnlich wie beim Entwerfen eines Hauses habe ich mich stark von funktionalen und weniger von formalen und stilistischen Kriterien leiten lassen. Die Ziele, die es umzusetzen galt, waren eine klanglich gute Anordnung der Orgelteilwerke, die bestmögliche Freihaltung der dominanten Fensterrosette und die gute Integration des beträchtlichen Volumens in den bestehenden Kirchenraum. Die Farbgebung erwies sich als sehr anspruchsvoll. Das ursprüngliche Konzept, die Hauptfarben des Flügelaltars für die Orgel zu übernehmen und so einen direkten Bezug zu diesem zu schaffen, scheiterte an den völlig unterschiedlichen Lichtsituationen im Chor und auf der Empore. So wurden die beiden Grundfarben Blau und Rot empirisch angepasst und neben dem Flügelaltar auch andere Farbelemente des Kirchenraums in die Feinabstimmung der Farbtöne mit einbezogen. Als gewagte Konzession an die neugotische Umgebung sind die Ornamente zu verstehen. Sie sollen die Form auflockern und der Orgel etwas Leichtes und Spielerisches verleihen.«

 

 

 

I. Hauptwerk / C – a '''
Bourdon 16’
Principal 8’
Hohlflöte 8’
Gemshorn 8’
Octave 4’
Koppelflöte 4’
Quintflöte   2 2/3’
Octave 2’
Mixtur 3-4fach 1 1/3’
Trompete 8’
   
   
II. Schwellwerk / C – a '''
Liebl. Principal 8’
Rohrflöte 8’
Gambe            8’
Voix céleste 8’
Fugara 4’
Traversflöte 4’
Sesquialtera 2 2/3’
Flageolet 2’
Plein jeu 3fach    
2’          
Oboe 8’          
Clairon 4’
Tremulant
III. Positiv / C – a '''
Gedackt 8’
Flöte 4’
Waldflöte 2’
Larigot 1 1/3’
Zimbel 3fach 1’
Krummhorn 8’
   
Pedal / C – f '
Principal      16’
Subbass 16’
Octavbass 8’
Flötbass 8’
Choralbass 4’
Posaune 16’
Basstrompete 8’
SW - HW, POS - HW,POS - PED, SW - PED, HW - PED. 

 

mechanische Spiel- und Registertraktur mit Setzeranlage (Doppeltraktur)

Foto(s) © Günter Lade

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