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Orgelneubauten 2009-2010
CD-Neuerscheinungen

DE 86529
Schrobenhausen
kath. Stadtkirche St. Jakobus Major
Neubau 2009, II-P/30, mechanische Spiel- und Registertraktur
Die kath. Stadtpfarrkirche St. Jakob in Schrobenhausen
erhielt eine neue Orgel, deren Disposition durch P. Stefan U. Kling O.Praem.,
dem Orgelbauberater der Diözese Augsburg, erarbeitet wurde und 30
Register auf zwei Manualen und Pedal umfasst. Mit der architektonischen
Gestaltung von Gehäuse und Prospekt wurde der Schrobenhausener Bildhauer
Karl-Heinz Torge betraut, der bereits verschiedene Ausstattungsgegenstände
für diese Kirche geschaffen hat und durch seine hohe Kenntnis der
architektonischen Zusammenhänge des Kirchenraumes prädestiniert
war, bei der optischen Gestaltung des Instruments federführend mitzuwirken.
Das neue Gehäuse mit seinen aus Stäben speziell gefertigten
Schleierbrettern zeigt einen Prospekt, der als zeitgenössische Lösung
bezeichnet werden darf, ohne ausgefallenen Modeerscheinungen Rechnung
zu tragen. Erste Planungen gingen von einer geschnitzten und farbig gefassten
Holzfigur aus, die auf einer Konsole mittig im Prospekt Aufstellung finden
sollte. Vielfache Veränderungen und Weitergestaltungen führten
dann zur Herstellung eines etwa einen Meter breiten und drei Meter hohen
Flachreliefs, das das „Gloria“ - den Lobgesang der Engel aus
dem Weihnachtsevangelium - zum Thema hat. Karl-Heinz Torge hat diese Idee
meisterhaft künstlerisch ins Bild gebracht, seine Frau Christa Torge
hat sie in Holz umgesetzt, wobei zu berücksichtigen war, dass das
dem Schwellwerk vorgeblendete Relief aus klanglichen Gründen durchlässig
zu schaffen war. Das Kunstwerk besteht aus zwei uneben aufeinander zulaufenden
Spiralbögen, die auch als Violinschlüssel interpretiert werden
könnten. Der obere Bogen versinnbildlicht die Dimension der Ewigkeit
Gottes mit Sternen und musizierenden Engeln. Der zweite Bogen windet sich
von unten nach oben und ist Symbol für die irdische Ebene: wie aus
einem Stallfenster blicken hier die Köpfe von Ochs und Esel, die
zwar im Weihnachtsevangelium nicht genannt werden, nach alter Überlieferung
aber an nahezu jeder Krippe ihren Platz gefunden haben. Mitte und Kern
der Relieftafel bildet das segnende Christuskind in der Mandorla. Die
an der unteren Spitze des Reliefs angebrachte goldene Muschel weist auf
das Jakobus-Patrozinium der Stadtpfarrkirche und Pfarrgemeinde hin, beim
großen goldenen Stern am oberen Rand handelt es sich um einen „klingenden“
Cymbelstern.
Disposition
CD-Einspielung
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PT 1400-210
Lissabon
Jerónimos-Klosterkirche Santa Maria de Belém
Neubau 2009, II-P/18 + 2 Spielregister, mechanische Spiel- und Registertraktur
Das Hieronymus-Kloster in Lissabon befindet sich zusammen
mit dem Torre de Belém, dem Wahrzeichen der portugiesischen Hauptstadt,
sowie einem modernen Seefahrerdenkmal am Ufer des Tejo im alten Viertel
Belém. Es wurde Ende des 15. Jahrhunderts von König Manuel
I. als Dank für die Entdeckung Indiens durch Vasco da Gama in Auftrag
gegeben, der in der Klosterkirche Santa Maria de Belém auch beigesetzt
ist. Das ehemalige Kloster der Hieronymiten steht als Symbol für
die wirtschaftliche und kulturelle Blüte Portugals, die einst mit
den grossen Seefahrten auf den Weltmeeren und der Entdeckung anderer Kontinente
wie der Westküste Afrikas oder Brasiliens einherging.
Das prachtvolle Bauwerk, seit 1983 Weltkulturerbe
der UNESCO, erhielt nun in Zusammenarbeit mit den Experten Prof. Eugenio
Amorim und Prof. Antonio Esteireiro eine Chororgel, die fahrbar gebaut
wurde, damit ihr Standort den jeweiligen liturgischen und musikalischen
Bedürfnissen angepasst werden kann. Das rein mechanische, mit achtzehn
Registern mittelgroße Instrument wurde deshalb mit drei Prospektseiten
ausgestattet.
In Anwesenheit hoher geistlicher und weltlicher Würdenträger
weihte Kardinal José da Cruz Policarpo am 30. September 2009 die
neue Mathis-Orgel. Im Zusammenwirken mit dem Chor der Kirche unter der
Leitung von Dr. Fernando Pinto stellte der bekannte deutsche Improvisator
und Interpret Prof. Wolfgang Seifen aus Berlin sehr beeindruckend das
neue Instrument vor.
Disposition
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CH 8752
Näfels
Franziskanerkloster Mariaburg
Neubau 2009, II-P/9, mechanische Spiel- und Registertraktur
Das Franziskanerkloster Mariaburg in Näfels wurde
mit einem neuen rein mechanischen Instrument ausgestattet, das der Klostergemeinschaft
von den Freunden des Klosters Mariaburg sowie vom Verein ehemaliger Klosterschüler
zum 800 Jahre Jubiläum des Franziskanerordens geschenkt wurde. Das
Orgelgehäuse besteht aus naturgetrockneter Spessarteiche und resonanzfähiger
Alpenfichte und kann mit seinen Flügeltüren geschlossen werden.
Die in ihrer Gestaltung den Hochaltären nachempfundenen Schleierbretter
wurden aus Nussbaum handgeschnitzt.
Disposition
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DE 93077
Oberndorf
kath. Pfarrkirche St. Mariae Himmelfahrt
Neubau 2009, II-P/14, mechanische Spiel- und Registertraktur
Im bayrischen Oberndorf durften wir die Pfarrkirche
St. Mariae Himmelfahrt mit einer neuen Orgel ausstatten. Der Raum beeindruckt
nicht nur durch sein barockes Inventar, da auch die Proportionen des Bauwerks
aus dem 13. Jh. noch spürbar sind. Prof. Norbert Düchtel erarbeitete
die Disposition für eine Orgel mit 14 Registern auf 2 Manualen und
Pedal, die organisch in das überkommene Gehäuse eingefügt
wurde, ohne seine Grenzen zu sprengen. Sie dient dem Gemeinde- und Chorgesang,
eignet sich zur Begleitung von Gesangs- und Instrumentalsolisten und erlaubt
in Konzerten die Interpretation von Orgelmusik der frühen Barockzeit
bis hin zu Orgelwerken der Klassik und Moderne.
Disposition
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DE
89143
Blaubeuren
kath. Pfarrkirche Mariae Heimsuchung
Neubau 2010, II-P/19, mechanische Spiel- und Registertraktur
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JP
152
Tokyo
privat
Neubau 2010, Truhenorgel, I-P/5
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DE
92286
Rieden
kath. Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt
Neubau 2010, II-P/19, mechanische Spiel- und Registertraktur

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CD-Neuerscheinungen
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Das Programm des
Schrobenhausener Weihekonzerts vom 26. Juli 2009 mit Domorganist
Willibald Guggenmos (Kathedrale St. Gallen) wurde auf CD aufgenommen: |
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DIE MATHIS-ORGEL IN ST. JAKOB - SCHROBENHAUSEN
Eugène Gigout
Marche de Fête
Johann Pachelbel
Partita sopra Was Gott tut, das ist wohlgetan
Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge h-Moll, BWV 544
Jaques Vogt
Scène champêtre et Orage (Ländliche Szene und
Gewittersturm)
Louis J. A. Lefébure-Wély
Fantasie über Themen aus der Zauberflöte
Franz Liszt
Die Vogelpredigt des Hl. Franz von Assisi
Léon Boëllmann
Toccata
Willibald Guggenmos, Orgel
spektral SRL4-09054 (67:51) - 1 CD
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| Eine neue faszinierende
CD-Produktion: |
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KREUZWEG
Gregorianik & Orgel
Marcel Dupré (1886-1971)
Le chemin de la Croix - Der Kreuzweg op. 29 (1932)
I. Antiphon Crucem tuam - Jesus wird zum
Tode verurteilt
II. Hymnus Vexilla Regis - Jesus wird das Kreuz aufgeladen
III. Improperien Popule meus - III. Jesus
fällt unter der Last des Kreuzes
IV. Antiphon O vos omnes - Jesus begegnet
seiner Mutter
V. Communio Qui vult venire - Simon von Cyrene
hilft Jesus
VI. Introitus Tibi dixit cor meum - Eine
Frau wischt Jesus das Gesicht ab
VII. Improperien Quia eduxi te - Jesus fällt
zum zweiten Mal zu Boden
VIII. Lamentationes - Jesus tröstet die Töchter
Israels
IX. Antiphon Christus factus est - Jesus
fällt zum dritten Mal zu Boden
X. Hymnus Adeste, pacis Angeli - Jesus wird
seiner Kleider beraubt
XI. Hymnus Heilig' Kreuz - Jesus wird an
das Kreuz genagelt
XII. Responsorium Velum templi - Jesus stirbt
am Kreuz
XIII. Sequenz Stabat mater - Der Leib Jesu
wird vom Kreuz abgenommen
XIV. Introitus Nos autem - Jesus wird zu
Grabe gelegt
Zuzana Magdalena Maria Ferjencíková
an der grossen Orgel der Basilika Unserer Lieben Frau zu den Schotten
in Wien (Mathis 1995, III-P/49)
Schola der Abtei
Dormitio Jerusalem
CD-Buch (80 Seiten in Farbe mit zahlreichen
Abbildungen sowie allen Texten in deutscher und englischer Sprache):
-
Vorwort der Äbte
-
Geistliche Einführung
-
Marcel Dupré:
Der Kreuzweg (mit Notenbeispielen
und Erklärung aller Leitthemen)
-
Die Gregorianischen
Gesänge (mit vollständigen
Texten in Latein, Deutsch und Englisch)
mathis 319-02 - Spieldauer CD 1 = 62:22, CD 2 = 60:17
»Das umfangreiche CD-Buch möchte nicht
nur Hilfen um Verständnis der Musik und Texte anbieten, sondern
auch in die geistliche Tiefe der Musik führen. Aufnahme und
Buch verstehen sich als Einladung zu einem höheren Eintreten
in das Geheimnis des Leidens unseres Herrn sowie zu einem betenden
Mitvollzug seines Kreuzweges.«
P. Ralph Greis
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