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glarus24.ch
Näfels - Montag, 23. November 2009 18:49

Vater
und Sohn erhalten den Näfelser Kulturpreis
Von: Edi Huber
Der Kulturpreis von Näfels wird jährlich an Persönlichkeiten,
die sich in Sachen Kultur überdurchschnittlich für Näfels
um das Gemeindewohl eingesetzt haben. Geehrt wurden dieses Jahr Vater
Manfred und Sohn Hermann Mathis von der Mathis Orgelbau AG. In der Begründung
heisst es, dass diese Firma in der Vergangenheit sehr viel dazu beigetragen
hat, dass der Name Näfels in die Welt hinausgetragen wird.
Kulturpreisübergabe im Freulerpalast: (v.l.n.r.) Gemeindepräsident
Bruno Gallati, Preisträger Hermann und Manfred Mathis, sowie Gemeindeschreiber
Ralph Rechsteiner (Bild: ehuber)
Gemeindepräsident Bruno Gallati, für den die Kulturpreisvergabe
immer etwas vom Schönsten in seiner präsidialen Arbeit ist,
bezeichnete die Mathis Orgeln als Gütezeichen. Eine Orgel an sich
ist bereits schon etwas Spezielles. Gallati weiter: „Sie ist Kultur
und bringt Kultur, sie trägt auch Sorge zur Kultur.“ Bereits
gegen 400 Orgeln wurden gebaut oder restauriert. Heute sind Mathis Orgeln
in Korea, Japan, Amerika, im gesamten europäischen Raum und in der
Schweiz bekannt und hoch geschätzt. Herausragend dabei die Orgeln
im Basler Münster, die mächtige Sonnen-Orgel in Görlitz
oder die portable Orgel in der sixtinischen Kapelle im Vatikan.
Mathis-Orgeln sind ein Begriff
„Die Orgel wird seit alters und zu Recht als Königin der Instrumente
bezeichnet, weil sie alle Töne der Schöpfung aufnimmt und die
Fülle des menschlichen Empfindens zum Schwingen bringt.“ Dies
sprach Papst Benedikt XVI, als er vor drei Jahren in Regensburg die ihm
geweihte Orgel einweihte. Mit dieser Aussage begann Fridolin Hauser seine
Laudatio und würdigte im Anschluss die Lebensstationen der beiden
Preisträger. Der Name Mathis sei eine Marke, mehr noch; ein Qualitätsmerkmal
bei dem alles vereint ist; Orgelbaukunst, Qualität, Präzision,
Kreativität, Unternehmergeist und globale Verarbeitung. „Vater
Manfred und Sohn Hermann tragen mit ihren Orgeln den Namen Näfels
in die ganze Welt hinaus und machen ihn positiv bekannt.“ Im kommenden
Jahr kann die Firma, die seit 1997 vom Sohn geführt wird, das 50-jährige
Jubiläum feiern. Hauser ergänzte seine Laudatio immer wieder
mit kurzen humorvollen Episoden aus dem Leben von Vater Manfred. Vor allem
mit seinem Abenteuer mit dem Vogel, den der Jubilar als angehender Ministrant
im „Fluge“ in der Sakristei gefangen hatte, rief er alte Erinnerungen
herauf.
Dank an die Mitarbeiter
Drei wichtige Säulen bezeichnete Manfred Mathis in seiner Dankesrede
als die Firmenphilosophie; Einfachheit, Klarheit und Harmonie. „Für
mich ist es immer eine Freude, wenn ich nach Jahrzehnten in einer Gemeinde
eine Orgel sehe, die wir vor vielen Jahren bauen durften und die immer
noch Sonntag für Sonntag gespielt wird.“ Mathis führte
weiter aus, dass es ein grosses Glück war, dass er seinem begabten
Sohn Hermann die Nachfolge im Betrieb überlassen durfte. In seiner
kurzen Rede sprach Hermann davon, dass die Orgelbauer einsame Spitze in
Sachen Sauberkeit Ausführung und Teamarbeit seien. Dies seien die
Worte eines Bauherrn der es während dem Umbau einer grösseren
Kirche mit über 100 Handwerkern zu tun hatte. „Unsere Kulturträger
sind auch unsere Mitarbeiter und somit mitverantwortlich, dass wir heute
diesen wertvollen Preis entgegennehmen können.“ In seinen Dank
schloss er auch seine Frau und seine drei Töchtern ein, die oft auf
ihn verzichten müssen, da er durch seine Aufgabe oft mehrere Tage
abwesend ist.
Umrahmt wurde die Feier im Freulerpalast in Näfels vom Klarinettenquartett
„Equilibristen“ aus Näfels. |